Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung fordert Maria Klein-Schmeink, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion endlich einen konsequenten Inklusionsplan für das Gesundheitswesen anzugehen.

„Über 10 Jahre nach der Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) durch die Bundesrepublik Deutschland stoßen Menschen mit Behinderung auch in der Gesundheitsversorgung noch immer auf zahlreiche Probleme und vielfältige Barrieren.  So sind sie oft mit aufwendigen Antragsverfahren, nicht nachvollziehbaren Bescheiden oder Ablehnungen bei der Beantragung von Hilfsmitteln oder Rehamaßnahmen konfrontiert. Zugleich fehlt es an barrierefreien Praxen und an Angeboten für sinnesbeeinträchtigte Menschen oder solche, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit mehrfachen oder geistigen Behinderungen zugeschnitten sind. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass für die Verwirklichung einer gleichberechtigten Teilhabe eine punktuelle Flickschusterei nicht ausreicht. Dazu muss man das für die Gesundheitsversorgung maßgebliche Sozialgesetzbuch V aus behindertenpolitischer Sicht reformieren und zugleich auch die Probleme an den Schnittstellen zu anderen Sozialgesetzbüchern wie der Pflege, der Kinder- und Jugendhilfe oder der Eingliederungshilfe beseitigen.“

https://www.gruene-bundestag.de/themen/behindertenpolitik/zugang-fuer-alle-weg-mit-den-barrieren